Wandern mit Kindern – Kinderwanderwege
Bevor Eltern eine Wanderung mit Kindern unternehmen, muss ihnen klar sein, welchen Anforderungen dabei ihre Kinder gewachsen sein müssen.
Zu berücksichtigen ist vor allem das Alter der Kinder.
Es spornt Kinder an, wenn die Eltern ihnen mindestens schon einen Tag vor der Wanderung von ihrem Vorhaben erzählen und sie damit begeistern, indem sie gemeinsam mit ihnen die Wanderutensilien im Rucksack verstauen, eventuell ein Wanderlied einüben und von den beeindruckenden Stationen, an denen sie unterwegs Halt machen werden, erzählen.
Wichtig ist auch, dass sich die Eltern gut über das kommende Wetter informieren und den genauen Verlauf der Wanderrute, die für die Kinder gut begehbar sein muss, sorgfältig einstudieren.
Für eine Bergwanderung ist festes Schuhwerk erforderlich. Es ist besser, keine neuen Schuhe zum Wandern zu verwenden, denn davon können Kinder manchmal Blasen an den Füßen bekommen, weil die Schuhe noch nicht eingelaufen sind. Es ist auch sinnvoll, an die Reiseapotheke und Sonnenbrillen zu denken.
Wer noch auf den Kinderwagen angewiesen ist, sollte darauf achten, dass dieser auch geländetauglich ist. Ein ganz besonderes Erlebnis für Kinder sind Höhlen, Burgen, Wasserfälle, Badeseen, Nostalgiedampfeisenbahnen, Gondelbahnen, Märchenwälder, Baumhäuser und Spielplätze, die von den Eltern oft auch über einen kleinen Umweg in die geplante Wanderung mit einbezogen werden können.
Wandern stärkt bei den Kindern das Immunsystem und ihre Liebe zur Natur. Unterwegs kommen viele Eindrücke auf die Kinder zu, die auch ihre Fantasie anregen. Zu jeder Jahreszeit sind Wanderungen mit Kindern schön, da gibt es für die kleinen Racker immer wieder etwas Neues zu entdecken. Auch im Winter sind Wanderungen bei nicht zu kaltem Wetter möglich. Mit größeren Kindern, etwa ab 10 Jahren, können die Eltern schon mit einer leichten Skiwanderung beginnen. Die Kinder sehen Tierspuren im Schnee und mit etwas Glück können sie sogar die Tiere beobachten. Der Herbst bringt ja Eicheln, Kastanien, Hagebutten und bunte Blätter. Diese können gesammelt werden, um daheim daraus Spielsachen zu basteln, die schöne Erinnerungen an die vorausgegangene Wanderung bei den Kindern wach halten.
Die Eltern sollten bei einer Wanderung mit Kindern großzügige Pausen einplanen. Das kann in einer Hütte, im Schwimmbadgelände auf dem Spielplatz oder auf einer Parkbank sein, wo sie ihren Proviant-Rucksack auspacken und in der freien Natur Picknick machen.
Wenn dann am Abend die Kinder nach einem erlebnisreichen Wandertag von ihrer Mutter ins Bett gebracht werden, die ihnen nach dem Erzählen einer schönen Geschichte einen Gute-Nacht-Kuss gibt und die süßen Fratze freudestrahlend fragen, ob die Eltern am kommenden Tag wieder mit ihnen wandern gehen, dann ist das ein wertvolles Geschenk für ihre Liebe und Hingabe.